St. Walburgis Menden


Entstehung der St. Walburgis Gemeinde

 

In den Jahren 1925 - 1929 erfolgte im weiteren Bereich der jetzigen St. Walburgis Gemeinde eine zunehmende Ansiedlung von Menschen.

 

In St. Vincenz feierte man an den Sonntagen sechsmal das heilige Meßopfer. Aber auch das erwies sich als nicht ausreichend. Der Neubau einer zweiten Pfarrkirche wurde daher immer dringender.

 

Um ihn zu ermöglichen, gründete Prälat Boeddicker einen Kirchbauverein.  Im August 1929 beschloß der Kirchenvorstand von St. Vincenz, die Kirche zu bauen. 

 

Am 22. September 1929 wurde der Grundstein gelegt.  Pfarrer Joseph Goeke, der Nachfolger des im Februar 1929 verstorbenen Prälaten Boeddicker, hielt dabei die Ansprache.  Darin betonte er, daß gerade dieser Platz gewählt worden sei, um neben der Stätte der täglichen Arbeit eine Stätte  des Gebetes zu errichten.   " Ora et labora - bete und arbeite !" 

 

Am 20. März war der Neubau nach den Plänen der Architekten Flerus und Konert unter der Leitung des Architekten Vedder fertiggestellt.

 

An diesem Tage kommt auch Jodokus Schulte als Pfarrvikar in die neue Gemeinde. Am Sonntag dem 23. März erfolgte die Benediktion durch den damaligen Dechanten des Dekanates Menden Pfarrer Franz Amecke aus Balve.

 

Gleich am Tage der Einweihung war die erste hl. Mission von Oblatenpatres aus Essen - Borbeck. An die Schlussfeier am 6. April 1930 erinnert das Missionskreuz.

 

Die Consekration der Walburgiskirche durch Weihbischof Augustin Baumann war am 12. Juli 1935.

 

Im neuen Hochaltar sind die Reliquien vom hl. Viktor von Xanten und der hl. Märtyrerin Proba.

 

Am 1. April 1940 erfolgte dann die Ernennung zu Pfarrgemeinde und Pfarrvikar Jodokus Schulte wird am 17. April von Erzbischof Caspar Klein mit der Begründung " Wer die Last des Aufbauens jahrelang getragen hat, der verdient es auch, der erste Pfarrer der neuen Gemeinde zu werden", zum Pfarrer der Gemeinde ernannt.

 

Im August 1953 war der Beginn des Turmbaus, nach dem Richtfest am 6. Dezember konnten an Heilig Abend 1953 erstmals die drei Glocken von St. Walburgis das Weihnachtsfest einläuten. Eine vierte Glocke erweiterte das Geläut dann ab Christi Himmelfahrt 1954.

 

Das Muttergotteshäuschen auf Lahr wurde am 19. September 1954 eingeweiht.

 

Im Jahr 1954 ernannte Kardinal Lorenz Jaeger Pfarrer Jodokus Schulte zum Dechant des Dekanates Menden. 1968 gab er dieses Amt aus Altersgründen an Pfarrer Karl-Josef Müller in St. Vincenz ab.

 

Am 1. Mai trat Ehrendechant Jodocus Schulte offiziell  in den Ruhestand. 41 Jahre hatte er der St. Walburgis Gemeinde seinen Stempel aufgedrückt.