St. Marien  Platte Heide


Entstehung der St. Marien Gemeinde

  

Die ab 1932 begonnene Besiedlung der Platte Heide setzte sich nach dem 2. Weltkrieg ab 1948 mit starker Bautätigkeit fort.

 

Seit 1945 war für die eingewiesenen Polen an Sonn- und Feiertagen im Saal der Gaststätte Stucken die hl. Messe gefeiert worden.

 

Um diese geregelten Gottesdienst sorgte sich mit großem Eifer Pfarrer Jodocus Schulte. Er war es auch der die Katholiken von der Platte Heide im Mai 1948 in den Judendsaal der Walburgisgemeinde einlud.

 

Er konnte den Versammelten mitteilen, das er sich bereits um den Ankauf einer großen Baracke bei der Firma Schmöle und Co. für den Bau einer Notkirche bemüht hatte. Dies Baracke wurde erworben und ebenso ein Gelände an der Hermann Löns Strasse.

 

Das sumpfige Gelände wurde urbar und bebauungsfähig gemacht. Fleißige Helfer zerlegten die Baracke und bauten sie wieder auf. Schon am 8. Dezember 1948 konnte die kleine Marienkirche von Dechant Meierfrankenfeld eingeweiht werden.

 

Pfarrer Jodokus Schulte feierte im neuen Gotteshaus die erste hl. Messe.  Mit seinem Vikar Leo Machinek aus der Muttergemeinde betreute er bis 1953 die Bewohner der Siedlung.

 

Im Jahr 1949 bekam die Notkirche auch einen Glockenturm. Im September desselben Jahres wurde auch ein Kirchbauverein ins Leben gerufen.

 

Am 26. April 1953 übertrug die erzbischöfliche Behörde dem Neupriester Vikar Josef Fischer die Betreuung der St. Marien Gemeinde. Er feierte an diesem Tage mit der Gemeinde die erste hl. Messe und spendete ihr den Primiz Segen.

 

Im Januar 1955 wurde die Filialgemeinde St. Marien selbstständige Pfarrvikarie mit eigener Vermögensverwaltung. Bald erwies sich die Notkirche als zu klein und so wurde 1958 der Bau einer neuen Kirche beschlossen.

 

Am 10. Dezember 1961 war die Grundsteinlegung durch Prälat Lorenz Hennecke und am 8. Dezember 1963, 15 Jahre nach der Einweihung der kleinen Marien Kirche, konnte er das nach den Plänen des Architekten Hubert Luig, von der Baufirma Ernst Christians, erbaute neue Gotteshaus einsegnen.

 

Erzbischof Dr. Lorenz Jaeger vollzog am 12. Juli 1964 die feierliche Konsekration der Kirche und ernannte am 6. November 1966 Josef  Fischer zum ersten Pfarrer der St. Marien Gemeinde.

 

In der Krypta im Fuße des Altartisches befinden sich die Reliquien des heiligen Bruder Klaus, die Pastor Fischer mit Vertretern der Pfarrgemeinde im Jahr 1963 aus Flüe in der Schweiz nach Menden überführte.  Im Jahr 1967 wurde der neue Taufstein aufgestellt und eingeweiht.